Über

Über mich ...

 

Ich heiße Ruth, bin zwar keine echte Mutter, aber ich wäre gern eine, dafür habe ich meine Töchter, die ich im Internet kennengelernt habe. Insgesamt sind es drei, von denen ich zwei persönlich kenne. Als mam01 werde ich hier über meine Töchter schreiben, über mich und meine Gedanken hierzu.

 

Über meine Töchter ...

 

ich habe allesamt ins Herz geschlossen, alle drei. Sie sind in meinen Gedanken, ich liebe sie alle drei. Obwohl die eine sich abgenabelt hat und mit mir "nur" eine Freundschaft haben will, sehe ich sie immer noch als meine Tochter an. Sie war die erste, die sich in mein Herz geschlichen hat , danach kam Stephie, sie ist die älteste. Ein liebenswertes Mädchen, lebhaft, ehrlich und geradeheraus. Ich liebe sie auch unwahrscheinlich. Diee zwei kenne ich persönlich.

Die dritte im Bunde ist Celine, sie ist die jüngste, auch sie habe ich ins Herz geschlossen, sie ist anders als alle anderen Teenies in diesem Alter. Sie hat einiges mitgemacht, aber sie kann immer noch fröhlich sein, viel lachen, viel Unsinn anstellen.

Alle drei sind auf ihre Art sehr liebenswert für mich ... alles weitere im Blog

Alter: 53
 


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Blog

Meine liebe kleine Tochter Stephie

Mir gehts nicht gut, weil ich hilflos mit ansehen muss, wie es meiner Kleinen immer schlechter geht. Ich kann ihr nicht helfen, nicht einmal ein bisschen, sie ist viel zu weit weg. Oder ich bin viel zu weit weg von ihr. Es tut im Herzen weh, wenn ich sehe, wie sie kämpft und ich kann ihr nicht beistehen, ich kann sie nicht anstubsen, wenn sie aufgeben will, außer mit meinen Worten.

 

Ich vermisse sie sooo sehr, ich möchte wieder über ihren Kopf streicheln, ich möchte, dass sie mich wieder anschaut mit ihren großen ungläubigen Augen, die sagen: Was erzählst du denn da? Es kann doch nicht sein, dass mich jemand liebt ... ich bin das doch gar nicht wert. Und ob du das wert bist meine Süße , ich muss an meinen ersten Besuch bei ihr denken ... wie sie mich sprachlos angeschaut hat ... die Augen, die mitten in mein Herz geblickt haben, sowas ist mir noch nie passiert und ich fand es wunderschön.

 

Ich liebe dich meine Kleine von ganzem Herzen,

deine Mam

1 Kommentar 26.10.08 12:00, kommentieren

Meine Töchter Stephie und Janine

Gestern habe ich meiner Tochter Stephie eine Geschichte erzählt und sie hat sich gefreut. Es war so, dass mich die Herbstblätter, die sich verfärben, auf die Gedanken gebracht haben, eine Geschichte drüber zu scrheiben. Ich hab sie noch im Gedächtnis, aber es sind erst nur ein paar Zeilen, aber sie fand sie gut und ich soll zusehen, dass ich sie weiter schreibe. Wird gemacht Töchterchen!  Die Geschichte ist noch nicht fertig, denn ich habe beschlossen, sie noch weiter zu schreiben. Sie kann so nicht enden.

 

Diese Geschichte ist nur für dich meine Süße, ich wünsche dir nach deinem Klinikaufenthalt, dass du genau solche Tage haben wirst.

 

Es geht ihr nicht gut, das merke ich, sie schreibt nur kurze Antworten, sie möchte nicht über sich reden, sondern dass ich rede. Aber eigentlich war das doch immer so , sie wollte mir zuhören, sie wollte nicht reden, ich kenne sie doch nicht anders Ich möchte zu ihr, sie in den Arm nehmen, ihr über ihren Kopf streicheln, sehen, dass sie mit ihren Augen lächelt und sich wohlfühlt bei mir. Ich vermisse sie so sehr, ich möchte ihre Stimme wieder hören, ihre Stimme, die ohne Worte sagt: Du bist meine Mam, ich hab dich lieb Ja, mein liebes Töchterchen, ich kann dir darauf sagen: Ich hab dich sehr, sehr lieb meine liebe kleine Tochter Stephie und ich werde den Kontakt nicht mehr abbrechen, das verspreche ich dir.

 

Deine Mam, die dich sehr liebt

 

Was soll ich über Janine sagen? Sie blockt immer noch ab, wenns um Gefühle geht, die sie für mich hat, aber nicht mehr ganz so schlimm. Ich war gestern noch im "Verirrteseelen-Forum" im Chat mit ihr, wir haben noch ne Weile miteinander gesprochen, vielleicht eine halbe Stunde, nachdem ich mich von Stephie verabschiedet hatte. Ich merke, wie Gefühle bei ihr hochkommen, sie sie aber wieder abwürgt, weil sie meint, dass es noch zu früh sei, mir zu sagen, was sie für mich fühlt. Sie ist sich außerdem noch nicht sicher, sie weiß noch nicht, wie sie mit ihnen umgehen soll. Sie weiß, dass sie Gefühle für mich hat, aber sie traut sich einfach nicht, sie zu äußern. Das wird mit der Zeit besser, ich gebe die Hoffnung darauf niemals auf. Wir haben einen langen steinigen Weg hinter uns, mit Kontaktabbrüchen ihrerseits, aber wir sind immer wieder in Kontakt getreten. Wir haben uns schon Nerven gekostet, das Fräulein und ich, puh. Es waren schwere Zeiten, die wir überstanden haben. Vielleicht haben wir diese Zeiten jetzt endlich hinter uns und wir können nochmal von vorn beginnen, das wäre schön.

 

Deine Mami, die dich sehr lieb hat

 

 

 

 

 

 

 

1 Kommentar 19.10.08 10:20, kommentieren

Schwierigkeiten mit Tochter Celine

Ja, gestern war Chat über das Thema "sexueller Missbrauch bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen". Hat mich sehr stark getriggert, meine Tochter Celine war mit dabei und sie hat sich dem Thema gestellt, das hätte ich besser nicht gelesen. Ich bin zwar hart im nehmen, aber was da kam, überstieg alles, was ich erwartet hatte. Ich weiß viel über sie, aber nicht so detailliert, wie sie es beschrieben hat. Ich hatte zwar keine Flashbacks, aber mir ging es nicht gut, außerdem hab ich dann im nachhinein noch etwas gebeichtet, was ich hätte lieber für mich behalten sollen, denn Celine kam damit gar nicht klar.

Sie dachte, mir ginge es gut, gerade in der Zeit, in der ich für sie die Mama war/immer noch bin, aber dem war nicht so, sie warf mir Unehrlichkeit vor, dabei wollte ich sie nur schützen. Ich hätte reden sollen als es passiert ist, aber ich war nicht in der Lage dazu.

 

Jetzt wissen alle davon, die es wissen sollen, alle meine Töchter und auch ein guter Freund von mir.

 

Ich hab euch alle drei lieb, ihr seid meine Kinder,

deine Mam, deine Mama, deine Mami

17.10.08 12:01, kommentieren

Meine Tochter Janine

Wie ich schon geschrieben habe, ist sie auf "Erprobungsurlaub" zuhause. Drei lange Wochen ... es war fraglich, ob sie die durchhält ... sie wird durchhalten, sie hat jede Unterstützung vom Klinikpersonal und auch von mir, sie muss nur mit uns reden und das fällt ihr verdammt schwer. Aber sie ringt sich größtenteils durch mit einem von uns zu reden, entweder mit mir oder eben mit den Schwestern, die sie gestern angerufen hat, weil wieder etwas passiert ist.

 

Die ersten zwei Tage waren sehr schwer für sie, am dritten Tag hat sie angefangen zu trinken, weil sie ihre Gedanken und Gefühle nicht ausgehalten hat. Sie hat vor kurzem ihr Kind verloren und die Gedanken hieran sind natürlich sehr schmerzvoll für sie. Am Abend drauf hatte sie ein Chat-Gespräch mit mir und ich denke, das tat ihr ganz gut. Sie wurde etwas ruhiger und jetzt weiß sie, dass sie sich auf mich verlassen kann. Sie hat aufgehört zu trinken. Das ist ein sehr gutes Zeichen, es geht wieder aufwärts, hoffe ich.

 

Sie wird erst am 21.10. wieder in die Klinik zurückkehren, weil das ihr Wunsch ist.

 

Ich hab dich sehr lieb meine kleine liebe Tochter Janine,

deine Immer-Noch-Mami

13.10.08 10:19, kommentieren

Meine Tochter Stephie

Ich habe vorgestern und gestern mit ben gesprochen, er ist sozusagen das "Schutzschild" von ihr, wenn es ihr schlecht geht. Es ist für sie unheimlich schwer, dass ich noch eine Tochter Celine habe, die ich auch liebe. Janine hingegen ist für sie weniger ein Problem. Ich frage mich, was ist noch ein Grund dafür, außer dass sie sie nicht leiden kann, dass sie sich derart zurückgesetzt fühlt?

 

Gut, ich habe ihr neulich erzählt, dass ich für Celine keine Gefühle mehr habe und das war auch so. Aber Gefühle können wieder neu entstehen, das sage ich meinen Kindern immer wieder. Für Stephie ist es allerdings nicht leicht grad, sie ist in einer Klinik, in der ihr nicht geholfen wird, in der sie fast keine Therapien hat und dann muss sie noch erfahren, dass ich für Celine wieder Gefühle entwickelt habe. Es ist äußerst schwer für sie, das nachzuvollziehen und ich verstehe sie durchaus, nur kann ich mich jetzt nicht für eine von beiden entscheiden, das werde ich auch nicht machen.

 

Mensch, meine kleine liebe Tochter Stephie, ich hab dich sehr, sehr lieb,

deine Mam, die sich Sorgen und Gedanken um dich macht

13.10.08 10:11, kommentieren

Stephie

Ich habe in ihrem Tagebuch geblättert ... wer verdammt nochmal ist Bruno?

 

Ihr geht es nicht gut, sie ist in sich gekehrt, die Tage in der Klinik tun ihr überhaupt nicht gut, aber leider muss sie noch eine Woche gut durchhalten. Ich merke, dass es ihr nicht gut geht, nein, nicht nur nicht gut, sondern schlecht. Sie ist einsilbig, sie antwortet nicht auf das, was ihr sonst wichtig ist, sie reagiert im Moment gar nicht auf mich, das ist ein sehr schlechtes Zeichen. Ich wünschte, die Woche wäre für sie vorüber und sie könnte heim. Wir könnten miteinander telefonieren, wir könnten miteinander über das reden, was passiert ist, was ihr so sehr zu schaffen macht.

 

Wie kann ich ihr helfen? Ich wünschte, ich wüsste die Antwort

 

Ich hab dich sehr, sehr lieb meine Süße, ich mach mir Sorgen um dich,

deine Mam

1 Kommentar 7.10.08 11:50, kommentieren

Janine

Dass sie in einer Klinik ist, hab ich schon geschrieben, dass sie jetzt drei Wochen Belastungsurlaub macht, noch nicht. Der erste Tag ging gut, sie kam heim, packte ihre Sachen aus, war so kaputt, dass sie sich hinlegte und schlief. Allerdings ist dieser Schlaf nicht erholsam für sie, weil sie Alpträume hat und zwar sehr schlimme.

 

Gleich am nächsten Tag überkam sie das "heulende Elend", sie dachte an ihr erst vor kurzem verlorenes Kind und sie wusste sich nicht weiter zu helfen als mit dem Trinken wieder anzufangen. Vorher war sie zwei Wochen zur Entgiftung in einer Klinik und sie hat es gut durchgehalten. Wir haben nach sieben Wochen insgesamt Klinikaufenthalt von ihr miteinander telefoniert und sie klang so ganz anders als früher. Voller Hoffnung, voller Leben, jetzt im Moment ist nichts mehr davon da. Wir haben gestern miteinander gechattet. Sie hat Zweifel, dass sie es emals packen wird, aber ich weiß, dass sie es schaffen wird.

 

Wir kennen uns inzwischen fast zwei Jahre, allerdings mit vielen Kontaktabbrüchen durchwachsen, aber immer wieder ist sie auf mich zurück gekommen. Jetzt möchte sie mit mir eine gute Freundschaft aufbauen, aber ich seh sie als "meine Tochter" an, das wird auch immer so bleiben, denke ich.

 

Ich hab dich sehr lieb Janine,

deine "Immernoch-Mami

7.10.08 11:44, kommentieren